Projekt Vogelschutz

Der Macherner Kirchgemeindesaal hat große Fenster, in denen sich der Pfarrgarten spiegelt und durch die man die Bäume und Büsche auf der anderen Seite des Gebäudes gut sehen kann. Vögel erkennen Fensterscheiben nicht als Hindernis und kommen beim Aufprall zu Tode. Dabei übernehmen Vögel vielfältige Aufgaben im Zusammenspiel der Natur. So fressen sie Insekten, verteilen Samen und tragen zum Wohlempfinden der Menschen bei (.

Zusammen mit dem Macherner Umweltteam, hat sich die Klimaschutzkoordination des Kirchenbezirks an die Recherche gemacht, was man dafür tun kann. Wichtige Erkenntnisse der Wiener Umweltanwaltschaft waren, dass der Schutz außen angebracht werden muss und nur ein paar aufgeklebte Vogelsilhouetten nicht wirksam sind, weil sie zu wenig Fläche bedecken. Zudem nutzten wir Erfahrungen aus einer Selbstbauanleitung.

Am Ende entschieden wir uns für: vor dem Fenster aufgehangene, schwarze Hanfschnüre mit einem Mindestdurchmesser von 3 mm, die im Abstand von 10 cm zueinander vor dem Fenster herunterhängen. Damit der Wind sie nicht so leicht durcheinanderbringt, beschwerten wir die Schnüre am unteren Ende mit einem Korken, in dem ein Metallstift steckt. Die Metallstifte stammten aus dem Schrott und sorgen für ein zusätzliches Gewicht. Die Korken verhindern laute Geräusche und Beschädigungen, wenn der Wind diese an das Fenster weht. Zudem sind die Löcher im Korken so gewählt, dass die Metallstifte genau hineinpassen und die Schnüre klebstofffrei, kraftschlüssig festklemmen. Die obere Befestigung der Schnüre erfolgte an einer Aluminumschiene, die ebenfalls übrig war, durch die Löcher gebohrt wurden und hinter der die Schnüre zusammengeknotet wurden.
So entstand ein kunststofffreier, funktionaler Vogelschutzvorhang, der überwiegend aus Abfällen besteht und optisch durch die aufgereihten Korken ein echter Hingucker ist.