Bundeslager der Pfadfinder
9. September 2026
Unser besonderes Sommerferienerlebnis: BULA 2026
Während wir diese Zeilen schreiben, sind wir 9 Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm St. Kilian Bad Lausick auf dem VCP-Bundeslager in Almke bei Wolfsburg. Für die meisten von uns ist es das erste Bundeslager.
Bis vor wenigen Tagen war hier noch ein Feld – jetzt eine ganze Kleinstadt aus schwarzen Zelten mit über 5000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus ganz Deutschland und internationalen Gästen aus 20 Nationen.
Über 1200 Zelte wurden aufgebaut, mehrere Kilometer Trink -und Abwasserleitungen sowie Stromkabel verlegt. Es gibt sogar ein eigenes Hospital mit Ärzten, Pflegefachpersonal und Rettungswagen. Besondere Lagerbauten sind ein Leuchtturm und ein Schiff, der SOS-Turm, das Eingangstor und die Cafés.
Aus unserem Kirchenbezirk sind wir um die 80 Pfadis, die sich nach Almke auf den Weg gemacht haben. Als besondere Aufgabe haben wir das Begegnungscafé und die Workshopszelte zum VCP-Schutzkonzept „achtsam und aktiv“ aufgebaut und kümmern uns dort um Getränke, Verpflegung, sauberes Geschirr und eine angenehme Atmosphäre.
Zum Lagerleben gehören Workshops, Mahlzeiten in der Kochgruppe, Spiele, Singerunden, Haiks und Baden. Es gibt eine Lagerkirche mit täglichen Angeboten wie Mittags- und Abendandachten, „Segen to go“ und Gespräche. Am Besuchertag kamen noch ca. 1200 Tagesgäste (Eltern, Großeltern, Geschwister und Pfadfinder). Alle gemeinsam feierten wir einen Gottesdienst an der Hauptbühne.
Täglich waren zahlreiche Dienste zu übernehmen: Dusch- und Kloputzdienste, Cafedienste, Wasserholen, Kochen, Spülen, … Ein solch großes Lager ist nur möglich, weil es so viele Engagierte gibt und wir Pfadfinder uns freiwillig überall gegenseitig helfen. Es ist schon eine logistische Meisterleistung und sehr beeindruckend zu erleben, was alles nötig ist, um diese Infrastruktur für tausende Teilnehmer auf eine normale Wiese zu zaubern. Einen besonderen Eindruck erhält man z.B., wenn man mal in der Lebensmittelverteilung Dienst hatte.
In der vergangenen Nacht um 2.30 Uhr leuchtete auf unserem SOS-Turm die rote Flagge und die Lagerplatzsirene ertönte. Das bedeutete: Akutwarnung – alle in der Gruppe sammeln! Die Evakuierung war aufgrund eines heftigen Unwetters mit Gewitter, Wind und Starkregen nötig.
Heute beseitigen wir gemeinsam Schäden an unseren Schlaf- und Gemeinschaftszelten, trocknen Material, waschen Wäsche in unserer kleinen Paddeltonne und bereiten uns auf unseren Tageshaik vor. Wir sind dankbar für die Bewahrung und werden dieses besondere Pfadfindererlebnis noch lange in guter Erinnerung behalten.